Aktuelles aus dem Schulalltag

Die 4. Klassen der Grundschule Zwiesel erkunden das Rathaus


Schüler zu mündigen Bürgern zu erziehen, ist ein zentrales Ziel unserer Bildung. Gerade in der heutigen Zeit müssen die Schulen dahingehend Verantwortung zeigen und bereits bei den Grundschülern das Demokratiebewusstsein auf kindgemäße Art und Weise fördern.
In der Schule zum Beispiel werden Klassensprecher demokratisch gewählt. Diesen Vertretern wird das Vertrauen ausgesprochen und sie vertreten ihre Mitschüler. In einer Gemeinde oder Stadt werden Bürgermeister und Gemeinderäte oder Stadträte von den Bürgern gewählt. Auch sie haben verschiedenste Aufgaben und Pflichten zu erfüllen. Welche diese genau sind und wie die Gemeindeverwaltung arbeitet, wollten die Zwieseler Schüler wissen.
Im Rahmen des Heimat-und Sachkundeunterrichts machten sich die Kinder der 4. Klassen gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen Conny Heindl, Sigrid Pichler und Evi Wenig auf Erkundungstour durch das Rathaus. Alexander Reif, persönlicher Referent des Bürgermeisters, übernahm die Führung durch das Rathaus und informierte gemeinsam mit den jeweiligen Vertretern der Ämter die jungen Bürger über wichtige Abläufe in einer Stadtverwaltung. Im Bauamt erfuhr man, dass es hier nicht nur rund ums Bauen geht, sondern dass auch der Winterdienst, der vom Bauhof bestritten wird, in diesem Amt koordiniert wird. In der Kämmerei, der „Schatztruhe“ der Stadt, informierte der Stadtkämmerer Xaver Ebner die Kinder über seine Arbeit. Hier durften die Kinder sogar selber nachschauen, wie viel die Grundschule Zwiesel der Stadt im Jahr kostet. So mancher lag mit seiner Einschätzung falsch und zeigte sich über den Betrag sehr überrascht. Beim leitenden Beamten der Stadt Zwiesel, Herrn Kamm konnten die Schüler die Amtskette des Bürgermeisters bestaunen. Der alte Spruch „Glas und Holz ist Zwiesels Stolz“ fiel dem ein oder anderen ein, als er das Schmuckstück genauer betrachtete. Denn neben dem Zwieseler Wappen ist auch ein Glasmacher und ein Holzarbeiter auf der Kette zu sehen.
In der Kasse durften die Kinder sogar einen Blick in den Tresor werfen und alte, wertvolle Medaillen bewundern, zu denen Alexander Reif so einiges zu erzählen wusste. Nach dem Einwohnermeldeamt, in dem man sich auch seinen Kinderausweis ausstellen lassen kann, ging es noch in ein weiteres Büro, das dem Hauptamt untergeordnet ist. Hier sorgt man in den sozialen Netzwerken für den digitalen Auftritt Zwiesels. Zuletzt wurde noch die Tourist-Information, die jedoch nicht mehr der Stadt Zwiesel, sondern der FNBW angehört, besucht. Hier können sich Feriengäste Prospekte von Zwiesel und Umgebung holen und sich über aktuelle Veranstaltungen informieren.  
Nach dieser Besichtigungstour wurde erst einmal Brotzeit im Sitzungssaal des Rathauses gemacht. Dann war es endlich soweit. Bürgermeister Steininger „eröffnete die Schülersitzung“ und stellte sich den Fragen der Kinder. "Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am besten", "Wie sieht ihr Tagesablauf aus?", "Wie viele Einwohner hat Zwiesel?" oder "Was für wichtige Veränderungen und Entscheidungen sind geplant?" beantwortete der Rathauschef ausführlich und kindgerecht. Auch Wünsche und Anregungen wie "Wir brauchen unbedingt ein neues Freibad!" oder "Es wäre schön, wenn unsere Schule bald Beamer und Dokumentenkamera für alle Klassenzimmer bekommen würden!“ wurden vorgebracht.
Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto mit dem Bürgermeister waren sich alle einig: An diesem außerschulische Lernort konnte man eine Vielzahl lehrreicher Informationen mitnehmen.